Bürgerbus Coppenbrügge
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100.000 Fahrgast

100000 Fahrgast

Es seien genau Tage wie dieser, sagt Andrea Sanchez, an denen sie den Bürgerbus ganz besonders lieben und schätzen gelernt habe. Die junge Assistenzärztin steht nach Dienstschluss im Eingangsbereich des Krankenhaus Lindenbrunn. spannt den Schirm auf und schlägt den Kragen hoch. Draußen geht wie aus dem Nichts das erste vorgezogene Aprildonnerwetter mit Hagel, Sturzregen und Dunkelheit nieder. Bis vor wenigen Wochen hatte das noch bedeutet Augen zu und irgendwie durch, in etwa 20 Minuten bis zum Coppenbrügger Bahnhof. Nun aber sorgt „Der Coppenbrügger“ mit einer Extraschleife im Fahrplan für trockene Beförderung der Belegschaft des Lindenbrunn, dem mit 550 Mitarbeitern größten Arbeitgeber im Ostkreis. Viele Mitarbeiter kommen täglich wie Andrea Sanchez mit der Bahn aus Hannover. „Für uns alle ist der Bürgerbus ist ein wunderbarer Glücksfall“, sagt sie. An diesem Tag ist er ein Glücksfall ganz speziell für sie: Als 100.000. Fahrgast wird die Spanierin von einem Spalier der Bürgerbusfahrer mit im Regen sukzessive aufweichenden fünf Nullen und einer Eins auf Plakaten begrüßt. Vom Vorstand des Coppenbrügger Bürgerbusvereins gibt es einen regen- und sturmfesten Blumenstrauß sowie ein großzügiges Flachgeschenk als mutmaßlich vorausschauend langfristige Finanzierung etlicher Bürgerbus-Tickets in der Zukunft.

Seit zwölf Jahren ist „Der Coppenbrügger“ auf Tour durch den Flecken dank ehrenamtlichen Bürgerengagements am Lenkrad. Er bringt seitdem auch die vom ÖPNV stiefmütterlich versorgten Fahrgäste im ländlichen JWD zuverlässig von A nach B in den Dörfern, zum Anschluss in die Welt und umgekehrt: Ein Sahnehäubchen auf dem Mobilitätskonzept der Öffis. Der auf ehrenamtlichem Engagement fußenden Bürgerbusidee war zu Beginn nicht allüberall ohne Skepsis begegnet worden. Allen Unkenrufen zum Trotz funktioniert das Konstrukt bis heute, etabliert sich von Jahr zu Jahr mehr. „Der Coppenbrügger Bürgerbus ist ein Segen für die Kommune und absolut unverzichtbar für die Bürgermobilität im Flecken“, stellt Bürgermeister Thomas Küllig fest. „Das einstige Pilotprojekt im Landkreis ist zum Vorzeigeprojekt, die Bürgerbusidee landauf landab zum Erfolgsmodell geworden“, sagt der 1. Vorsitzende des Coppenbrügger Bürgerbusvereins Rudolf Stenzel.

Der Hintergrund vor Ort:

Das überjährige Bürgerbusfahrtenbuch in Coppenbrügge registriert nach Recherche des 2. Vorsitzende und Fahrdienstleiters Wolfgang Schwarz seit 2014 insgesamt rund 550.000 km auf dem Tacho der mittlerweile zwei Busse, knapp 1600 Tankvorgänge mit insgesamt 76.000 l Sprit, je 6 Sätze Sommer- und Winterreifen, aktuell 17 aktive Bürgerbusfahrer, 2 Fahrerinnen, 14 Bürgerbusruheständler, 2880 Fahrtage mit 8640 Schichten, rund 140000 Haltestopps zum Ein- und Aussteigen bei Arzt, Supermarkt, Bahnhof, Burgpark, Rathaus… oder eben auch beim Krankenhaus Lindenbrunn.

„Das haben wir über die Jahre eigentlich richtig gut hingekriegt“, resümieren Stenzel, Schwarz und Frank Steding in aller Bescheidenheit beim Krankenhauskaffee unter zugig-feuchtem Sonnenschirm im Märzdonnerwetter vor dem Lindenbrunn. „Ohne unser tolles Fahrerteam und seine engagierte Arbeitseinstellung zum Hutziehen, das von Beginn an unterstützende Sponsoring der Volksbank im Wesertal und die großzügige Spendenbereitschaft des Lindenbrunn wäre dieser Meilenstein der innerkommunalen Mobilität so wohl nicht zu erreichen gewesen“, meint Stenzel. 100.000, das sei schon eine Marke – und ein Mutmacher für die Zukunft, sofern sich auch zukünftig angehende Seniorinnen und Senioren für das Ehrenamt am Bürgerbuslenkrad begeistern könnten. Ein erstes Angebot kommt gleich auf den Tisch und wird umgehend vom Fahrdienstleiter vorgemerkt: Wenn es bei ihm denn mal soweit wäre, schließe er sich gern dem Bürgerbusteam an, verspricht Gerrit Hirsch von der Krankenhausleitung. Vorerst, und weil bis dahin noch ein bisschen Zeit ist, bedankt er sich im Namen des Hauses und aller Mitarbeiter für den willkommenen Service des von Fahrdienstleiter Schwarz initiierten Bürgerbus-Shuttles zwischen Lindenbrunn und Bahnhof. „Ein Segen für den großen Teil unserer Mitarbeiter, die täglich mit dem Zug aus Hannover kommen. Dabei möge es bleiben!“

 

Vorstand mit Frau Sanchez

Der Vorstand des Bürgerbus Coppenbrügge mit dem 100000Fahrgast 

Von Ingrid Stenzel

Unser KM Rekordler

Der FC-400, unser erster Bus von 2014 hat vor ein paar Tagen einen runden KM Rekord aufgestellt.

FC400 333333 klein

 

Mittlerweile nicht mehr im täglichen Einsatz, aber als Ersatz für die 3 BB-Vereine im Ostkreis ist das eine stolz Leistung.

Dafür gabe es auch eine Tankfüllung extra.

Neue Fahrerin im Team

Der Bürgerbusverein Coppenbrügge e.V. freut sich über ein neues Mitglied im Team hinter dem Lenkrad.

Gestern ist Beate von Oesen ihre erste Tour gefahren.

 

Beate von Oesen

10 Jahre Bürgerbus Coppenbrügge

Wie die Zeit vergeht, vor 10 Jahren starteten wir das Projket Bürgerbus Coppenbrügge.

Nach mehr als 500.000 km Fahrtstrecke und über 86.000 Fahrgästen können wir sagen, das Projekt ist gelungen!

Vielen herzlichen Dank an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.

 10 Jahre Buergerbus

(Dank an Michael Huisgen für das Logo)

Das Grußwort des Landrats findet ihr hier.

 

Dolle Doppelgarage für die „Coppenbrügger“

Von Ingrid Stenzel .

Siebzigtausendmal getestet, genutzt, zuverlässig von A nach B, zu Arzt, Einkauf, Bahnhof, Kaffeeklatsch, Schule etc. hin- und zurückchauffiert: Der Bürgerbusverein Coppenbrügge biete in der Tat eine ehrenamtliche Leistung der Extraklasse, die sich sehen lassen kann und mobil macht, sagen Bürgerbusfahrgäste im Flecken. Ein Angebot, auf das man lange gewartet und gehofft habe.

Zwischenbilanz des Vorstandes: Mit seit Jungfernfahrt 2014 knapp 400.000 gefahrenen Kilometern und über 70 000 Fahrgästen rund um den Ithkopf, hätten die Coppenbrügger Bürgerbusfahrer die Erde, da wo sie am dicksten ist, locker zehnmal umrunden können. Der Betrieb des Vereins mit seinen aktuell 18 Fahrern ist in jetzt fast 10 Jahren zum gern genutzten und unumstrittenen Erfolgsmodell der innerörtlichen Mobilität geworden. „Der Coppenbrügger“ dreht bedarfsorientiert seine Runden, fährt nahezu alljährlich neue Bestmarken der Personenbeförderung ein, rollt und rollt.

Sorge bereitete bisweilen der Stillstand, sprich: der sichere Unterstand außerhalb der Betriebszeiten. Die passende Garage für mittlerweile zwei „Coppenbrügger“ bot sich nicht an jeder Ecke im Flecken an. Bis die Bürgerbusler an der Osterstraße fündig wurden. „Seit Jahren konnten wir dankenswerter Weise die Scheune auf dem Hof Lücke als Unterstellmöglichkeit nutzen“, erklärt Wolfgang Schwarz, Fahrdienstleiter und 2. Vorsitzender des Vereins. „Das ist ein idealer und sicherer (Ruhe)platz für unsere Busse: mitten im Ort, für alle Fahrer gut erreichbar und mit Parkgelegenheit für den privaten PKW während des jeweiligen Einsatzes. Perfekt zum Start der öffentlichen Touren und für den Fahrerwechsel.“

Die Befürchtung, diese ideale Unterstellmöglichkeit könnte nun durch den Verkauf des Hofes an Bauunternehmer Kevin Dolle, Zimmererarbeiten und Bedachungen, verlorengehen, hatte schon zu - allerdings erfolgloser - Suche des Teams nach Alternativen geführt. Eine Sorge, die sich letztlich als unbegründet erweisen sollte. Mit dem neuen Besitzer Kevin Dolle ist sich der Vereinsvorstand schnell einig geworden. „Wir können am alten Platz in neuen Räumlichkeiten bleiben“, stellt der 1. Vorsitzende des Bürgerbusvereins Rudolf Stenzel erleichtert fest. „Ein langfristiger Mietvertrag gibt uns Planungssicherheit“ Und obendrein habe der neue Vermieter dem Verein in der neuen „Bürgerbusdoppelgarage“ plus zusätzlichem Nebenraum alle Wünsche in Hinblick auf Licht, Steckdosen und Wasseranschluss erfüllt, ergänzt Kassenwart Frank Steding.

„Fazit: Beide Parteien sind happy“, sagt Schwarz. Was Dolle bestätigt. Dass der Bürgerbus seinen Standort behalten solle, sei für ihn von Anfang an klar gewesen. „Einerseits war der Kauf des Hofes für mich persönlich ideal, da meine Firma so in den eigenen vier Wänden Platz gefunden hat und den Kunden dort auch ein Beratungsbüro offen steht.“ Die Verhandlungen und den persönlichen Kontakt mit dem Bürgerbusvorstand und dem engagierten Fahrerteam andererseits habe er als außerordentlich positiv und respektvoll erlebt. „Dieser Verein leistet großartige ehrenamtliche Arbeit und hat deswegen langfristig den Stellplatz für die Busse bei mir. Ich freue mich sehr, dieses Engagement und diesen Gewinn für unsere Gemeinde unterstützen zu können.“

 

BüBuDolle3

Foto:

Erleichterung und Handschlag nach Vertragsunterzeichnung vor der neuen Bürgerbusdoppelgarage. Das Bürgerbusteam mit Rudolf Stenzel (vorne links) und Kevin Dolle (vorne rechts)

  1. Abschied Bruno
  2. Werner’s letzte Runde
  3. Extratour für fünf bis sieben Zwerge
  4. Dienstaufaufnahme des neuen Bürgerbus

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